gedanken.krach
Dienstag, 2. Juni 2015
And then a letter changed it all.
And they put a bell up on the tower to warn everyone.
And they put a cell up on the tower to warn everyone.
He saw the dye his child had put on the door and cried instantly.
He saw the eye his child had put on the door and cried instantly.
And than a letter changed it all.
And than a “let her” changed it all.
Everytime she was nerviously waiting for his calls.
Everytime she was nerviously waiting for his balls.
After that, filling up the bowl with hot soup was quite adequate.
After that, filling up the owl with hot soup was quite adequate
“Man, that beer was awesome last night”.
“Man, that deer was awesome last night”.
"No, I will not cry for you, damn bastard!" she yelled
"No, I will not dry for you, damn bastard!" she yelled
After writing it down, he sighed in great relief. It seemed good to him.
After writing it down, he sighed in great belief. It seemed god to him.
Freitag, 10. Mai 2013
Underground
Ehrfurchtsvoll betrete ich sie, die (h)eiligen Hallen - die
Furcht meiner Kindheit. Über ausgetretene Stufen, abgetragen von unzähligen
Schuhen jeglicher Machart, abgeschmirgelt durch den Wintersplitt.
Zusammengehalten nur durch Kippen, Rotz und Kaugummi.
Was als Kind nur unter schwersten Strapazen zu
bewerkstelligen war, geht heute flinken Fußes von der Hand. Das ratternde,
schnaufende, wühlende Etwas damals zu erwischen, bevor es einen mit in die
Tiefe zog, durch die Stufen hindurch in dreckige und geheimnisumwitterte
Gefilde, ist heute nur eine weitere Disziplin im hypermodernen Zehnkampf.
So werden wir durch die flackernde Nüchternheit getragen.
Hinunter in einen Duft der männlicher nicht sein könnte. Dieser Duft nach
Beton, Elektrizität, Schweiß und Pisse. Nach Döner, Davidoff und vergessenen
Tragödien. Dieser Duft nach Lachen, Weinen, Freud und Leid und nach Stumpfsinn.
Allen Umständen zum Trotz halten die Jahreszeiten so tief im
Schoß der Erde Einzug. Lassen sich Spuren lesen wie dereinst von Lederstrumpf
in den dunklen Wäldern Neu-Englands.
Die glatten Fließen, vollgesogen mit Schicksalen, spiegeln
die Klarheit und Ästhetik dieses Tempels des Hermes wider. Der Lufthauch, der
Atem, der immer durch die Gänge streicht, einen zur Eile ermahnt, einen daran
erinnert, dass man, wie immer, fast zu spät ist.
Dann schließen sich die Türen. Laut und unbarmherzig. Wie
ein titanisches Henkersbeil krachen sie zusammen. Quetschen jede Hand, jeden
Fuß desjenigen, der sich nicht an das oberste Gebot der Eile gehalten hat.
Belassen jeden draußen, schließen ihn von der Gemeinschaft derer aus, die es gerade
noch rechtzeitig geschafft haben.
Ruckelnd setzt sich der Lindwurm in Bewegung. Schneller und
schneller rast er durch die Dunkelheit, durch das Reich des Hades. Seine
Gedärme gefüllt mit schuldigen und unschuldigen Seelen. Trotz der Unterschiede
eint sie etwas – ein Ziel!
Riesigen Atemstößen gleich entleert und füllt sich der Wurm
bei jedem Halt. Wiederholen sich die Tragödien des vorangegangenen. Wumm, die
Türen sind zu. Kreisch, schlängelnd und schlingernd setzen wir uns in Bewegung.
Ächz, der Gestank nimmt zu. Wie weit ist es noch? Wann erreiche ich mein Ziel,
meine Bestimmung? Wie lang noch der Folter, der Qual, ausgesetzt sein, bis
Hekate ein Einsehen hat? Mich entlässt in die Oberwelt!
Göttergleich dröhnt die erlösende Stimme aus dem Nichts.
Befreit mich von der Fessel, mich umgebender tumber Verdrossenheit. Wirft meine
Fesseln ab, mit Worten, die wie klares Wasser mein innerstes Ich erfrischen und
das Kind in mir befreien. Die Worte, die mich zurück in die Wirklichkeit holen:
Nächster Halt, Hauptbahnhof. Ausstieg in Fahrtrichtung
links!
Dienstag, 7. Mai 2013
Der Sonntagsspaziergang
Herrliches Wetter.
Die Gassen locken.
Heißen Asphalt einatmen.
Sich daran berauschen.
Abgase wie edlen Zigarrenrauch auf der Zunge rollen und
durch die geblähten Nüstern wieder der Dunstglocke hinzufügen.
Die Stadt als Joint. Den Kiez als kleine Selbstgedrehte.
Haaaaaach, wer will da nicht raus?
Wer will da nicht dabei sein?
Alle wollen sie dabei sein.
Mit Ausnahme der älteren Dame aus Stockwerk zwei.
Hat Asthma, glaube ich, hat sie mal gesagt.
Oder wars ihr Mann, mit der Staublunge?
Unter Tage, glaube ich.
Kein Wunder. Hätte er mal einen Sonntagsspaziergang in einer
Stadt im Sommer gemacht, anstatt sich für seinen Lungenkrebs abzurackern.
Hat auf jeden Fall den Vorteil, dass sie ihren Hund nicht
rauslassen können. Der scheißt eh nur alles voll.
Ist ja schon schwierig genug, um die ganzen, den Tag über
von der Sonne gebackenen
Hundehaufen herum zulavieren. Hundehaufenkekse…
Ich nehms sportlich und trete in den ersten Haufen.
Denn, haste Scheiße am Hacken, haste Scheiße am Hacken.
Da kommts auf weitere auch nicht drauf an.
Und so kann ich meine Schritte bequem und ohne Rumgehopse in
Richtung Innenstadt bewegen.
Fußgängerzone. Ach ja…
Die Moderne Variante des Spießrutenlaufs. Beinahe genauso
tödlich.
Stand neulich doch noch in der Zeitung.
Ein alter Kamerad, Überlebender von Stalingrad, hat sich in
der Fußgängerzone an seine Zeit im Schützengraben erinnert gefühlt,
durchgedreht und vor lauter Aufregung einen Herzanfall bekommen.
Aber heute ist Sonntag. Kein
POP-Charts-Trommelfell-Dauerbeschuss von rechts oder links.
Fühlt man sich doch unter der Woche in einer Einkaufspassage
an eine Kindertageskrippe erinnert, die von ADSH-Kindern übernommen wurde. 35
verschiedene Songs mit 7 verschiedenen Musikrichtungen und alles in nur 4
Geschäften! Das nenn ich Leistung!
Aber heute bimmelts nur ein wenig aus den Eisdielen, Cafés
und Bars heraus.
Easy like a Sundaymorning.
Auch wenn´s Spätnachmittag ist.
Ich werde von einem Spaziergänger angesprochen.
„Sachamol, hast Du vielleicht nen Euro?“
Ach, denke ich, die arme Sau!
Muß Sonntags arbeiten.
Also gebe ich ihm den Euro und einen Wochendendzuschlag
obendrauf.
„Dange und Servus, gell.“murmelts und macht erst einmal
Kaffeepause.
Mit träger Zufriedenheit, steuere ich die nächste Eisdiele
an.
Pistazie!
Gibt´s nich.
Melone
Gibt´s nich.
Eis? Mein letzter Versuch.
Ich ergattere Risotto-Gulasch-Paprika als neue
Geschmacksrichtung.
Seit den Lebensmittelskandalen gibt’s einfach nicht
gescheites mehr, denke ich, schütte den Inhalt weg und lecke fröhlich an dem
Eisbecher. Der schmeckt wenigstens noch so wie früher – nach Pappe.
Nach und nach trudeln innerstädtisch auch noch die letzten Überlebenden der
Schlacht im Freibad ein. Gezeichnet!
Mit roter Haut, Schrammen an allen Extremitäten und dem
ersten Anflug einer Sommergrippe.
Voller Stolz tragen sie ihre Versehrungen.
Seht her ich war dabei. Ich hab´s mir angetan.
Ich ziehe mich aus der blendendheißen Sonne in den kühlenden
Schatten einiger Büsche am Ufer des Flußes zurück. Lege mich ins warme Gras,
genieße die herrliche Weite des Blaus über mir, wische mir den Möwenschiß aus
den Augen und lächle, als ich einen Polizisten auf mich zusteuern seh.
„Hey betreten der Grünfläche verboten.“
Ebenfalls betreten sehe ich zu Boden und
kann nun erkennen, dass das herrliche Gras um mich herum eher herrlichem Müll ähnelt.
Konflikte vermeidend ziehe ich mich zurück, wünsche noch
einen angenehmen Sonntagabend und entschwinde pfeifend in den Sonnenuntergang.
Ein letzter Blick zurück bestätigt:
Haste Scheiße am Hacken, haste Schieße am Hacken.
Donnerstag, 7. März 2013
Das Stachelschwein
Es war eimal ein Stachelschwein,
das war nie wirklich gern allein.
Doch das arme Stachelschwein
mußte Tag um Tag alleine sein.
Aber bei dem kleinen Stachelschwein,
war´n die Stacheln nicht schuld allein.
Denn das süße Stachelschwein,
war nicht richtig stubenrein.
Drum durft das liebe Stachelschwein
zu keinem in den Bau hinein
Und die Moral für jedes Schwein:
auch Scheißen will gelernt sein!
das war nie wirklich gern allein.
Doch das arme Stachelschwein
mußte Tag um Tag alleine sein.
Aber bei dem kleinen Stachelschwein,
war´n die Stacheln nicht schuld allein.
Denn das süße Stachelschwein,
war nicht richtig stubenrein.
Drum durft das liebe Stachelschwein
zu keinem in den Bau hinein
Und die Moral für jedes Schwein:
auch Scheißen will gelernt sein!
Montag, 19. November 2012
Palästisrael - Bomben- und Raketentod
Mein Name ist Hamil, ich bin 12 Jahre
alt und lebe in Palästina. Ich gehe hier zur Schule, die ganz in der
Nähe ist, so dass ich zu Fuß dort hingehen kann. Am liebsten mag
ich Mathematik. Ich habe nie verstanden, warum die Erwachsenen so
gegen Israel sind. Sie schimpfen den ganzen Tag. Auch meine
Klassenkameraden schimpfen. Ich schimpfe auch, weil es alle tun, auch
wenn ich nicht weiß warum. Bis gestern. Da ist meine kleine
Schwester gestorben. Direkt vor meinen Augen. Sie ist erst 5 und
immer zappelig. Sie hat auf mich gewartet, dass ich von der Schule
komme. Ich bin in unsere Straße eingebogen und habe sie schon rufen
und winken sehen. Ich habe gelacht und zurückgewunken und zu Hakim,
meinem Freund, gesagt, dass sie immer ein wenig spinnt und nervt.
Plötzlich explodierte das Haus
gegenüber und man konnte ein Flugzeug über die Straße
hinwegfliegen sehen. Ich wurde auf den Boden geworfen und Staub und
Steine flogen auf mich drauf. Ich konnte kaum etwas hören, weil da
so ein heller Ton in meinen Ohren war.
Dann hörte ich mit einem mal ganz
viele Leute schreien. Ich habe auch geschrien, nach meiner Mama habe
ich geschrien, weil ich Angst hatte. Überall war so viel Staub, dass
man kaumwas sehen konnte, also bin ich aufgesprungen und in die
Richtung gerannt in der unser Haus stehen müßte. Ich habe laut nach
meiner Mama gerufen, damit sie weiß wo ich bin.
Vor der Tür zu unserem Haus lag ein
Schuh. Der sah aus wie der von meiner Schwester. Aber er war rot, und
meine Schwester hatte doch gar keine roten Schuhe. Ich suchte den
Boden nach dem zweiten Schuh ab und habe meine Schwester auf dem
Boden liegen sehen. Sie lag auf dem Bauch und ihr Kleid war ganz
dreckig und Steine lagen auf ihr.
Ich habe die Steine weggeräumt und ihr
den Schuh in die Hand gedrückt, aber sie wollte ihn nicht. Sie hat
sich gar nicht bewegt, also habe ich sie angeschrien sie soll
aufstehen.
Dann kam ein Krankenwagen und Leute
haben mich gepackt und zu meinem Vater gebracht, der meine Mama
anschrie, sie müsse das Bein meiner Schwester zwischen den Steinen
finden.
Seit gestern habe ich Angst vor
Flugzeugen und schimpfe auf Israel. Ich schimpfe weil sie meiner
Schwester wehgetan haben, so sehr, dass sie nicht mehr aufwachen
wollte.
Mein Name ist Benjamin. Ich bin 11
Jahre alt. Ich lebe in Jerusalem. Wir hatten nie Probleme mit den
Palästinensern und meine Eltern meinen auch man müsse ihnen Land
geben, weil sie ja auch irgendwo leben müssen.
In meiner Schule aber gibt es keine
muslimischen Kinder. Und meine Klassenkameraden wollen auch mit
keinem von denen spielen. Sie meinen die stinken und würden stehlen,
weil sie ja nichts zu essen hätten und sich nicht waschen könnten.
Eigentlich gehe ich gerne zu Schule,
weil man da viel Spaß haben kann. Und zuhause müßte ich ja doch
nur abwaschen oder putzen. Aber gestern wollte ich nur nach Hause und
habe ganz schrecklich nach meine Eltern geschrien. Wir hatten nämlich
gerade Geschichte und plötzlich heulten Sirenen auf. Wir wissen
natürlich was da passiert und sind sofort in die Schutzräume
gegangen. Abe auf dem Weg dahin habe ich gesehen, wie Simon um eine
Ecke gegangen ist, und nicht in die Schutzräume. Also bin ich ihm
nachgegangen, weil ich ihn mitnehmen wollte. Ich weiß ja dass wir
großen Ärger bekommen, wenn wir nicht das tun was der Lehrer sagt.
Also bin ich um die Ecke gegangen und habe Simon gesehen, wie er sich
gerade heimlich eine Zigarette angezündet hat. Ich wollte ihm noch
zurufen, dass er doch bitte mit in den Keller kommen soll, aber
plötzlich hate es so laut gekracht, dass ich ganz lange nichts mehr
gehört habe. Ich habe nur gesehen, wie Simon durch die Luft geflogen
ist. Es sah aus, als wenn er ganz langsam flog. Ich lief ihm
hinterher und wollte sehen wo er wieder landen würde. Er ist mit
seinem Kopf auf einem Stein aufgekommen, der vorher noch nicht da
lag, und sein Bein lag ganz komisch da. Ich dachte noch das muß ihm
aber weh tun und wollte ihm schon helfen, damit wir endlich in den
Keller gehen konnten und unsere Krankenschwester sich sein kaputtes
Bein anschauen könnte. Aber dann habe ich gesehen, dass ein Teil von
seinem Gesicht nicht mehr da war. Da habe ich angefangen zu schreien
und zu heulen.
Ich weiß nicht wie lange ich
dagesessen habe und geheult habe. Mit einem mal war unser Lehrer da
und hat mich in seinem Arme gedrückt.
Man hat mir gesagt, dass es Raketen aus
Gaza waren. Ich habe Angst vor Palästinensern und weiß nun, dass
sie stehlen. Sie stehlen Leben!
Freitag, 14. September 2012
Die Fliege des Tages
Aus dem Tagebuch der Eintagsfliege Balthasar:
Was ich heute könnt besorgen,
verschieb ich gern auch mal auf morgen.
Was ich heute könnt besorgen,
verschieb ich gern auch mal auf morgen.
Dienstag, 28. August 2012
Ein Wort zuviel
Nicht ein Schwert,
ein Messer gar,
auch kein Gewehr,
ein Wort es war.
Das tief mich traf
in mein Herz hinein
quälend, brennend,
der Schmerz, die Pein.
Unschuldig es ist,
klingt es so rein,
unbekümmert, spricht man es,
für sich allein.
Verzweiflung in seinem Schatten
drohend kriecht,
das Chaos, die Verdammnis,
nach Grauen es riecht.
Dieses kleine Wort,
dem Staate lieb und teuer,
für uns die Hydra,
- die Benzinsteuer.
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